'; Cremona 6-7.6 / Paddys Races Days – CARTEL – Motorsport Group Zurich
Cremona 6-7.6 / Paddys Races Days

Cremona 6-7.6 / Paddys Races Days

Die Covid-19-Pandemie hat uns allen stark zugesetzt. Der Alltag hat sich von heute auf morgen verändert und wir alle mussten uns massiv einschränken um die Situation in den Griff zu bekommen. Leider wurden dadurch auch unsere März- und April-Trackdays in Kroatien und Frankreich gecancelt und wir hatten fast schon die Hoffnung aufgegeben, dass es vor dem Spätsommer noch zu überhaupt einem Trackday kommt.

 Als am 16.05.2020 die italienische Regierung bekannt gab, dass die Grenzen zu Italien am 03.06.2020 wieder geöffnet werden, auch wenn nur einseitig und unter starken gesundheitlichen Sicherheitsmassnahmen, konnte unser Racer-Herz wieder richtig aufatmen. Als dann noch der Veranstalter am 31.05.2020 bestätigte, dass das Event stattfindet, musste zunächst mal (mehrmals) angestossen werden, auch wenn Covid-konform!

Da sollte es hin gehen: Cremona Circuit

Die Rennstrecke ist in er einer schönen 500 Seelengemeinde, in San Martino del Lago, gelegen. San Martino del Lago befindet sich an der südlichen Grenze der Region Lombardia zur Region Emilia-Romagna und ist ab dem Standort Zürich in etwas weniger als 5 Stunden erreichbar.

Die Streckenspezifikationen:

Streckenlänge:                     3.45km
Fahrtrichtung:                      Gegenuhrzeigersinn
Max. Streckenbreite:           14m
Min. Streckenbreite:            12m
Kurven:                                   11  (5 rechts / 6 links)
Längste Gerade:                   970m

Die Infrastruktur:

Neuere sanitäre Anlagen, ein Restaurant mit leckeren Mittagmenüs zu wirklich fairen Preisen, eine lässige Bar, die „Clinica Mobile nel mondo“ (eine von Dr. Zasa`s offiziell anerkannten „Clinica Mobile“ nach Moto-GP-Vorgaben), Renn-Shop mit Reifendienst und Werkstatt, ein wirklich mega guter Fotodienst und eine Go-Kart-Bahn.

Die Boxen sind ausgestattet mit genügend Stromanschlüssen, genügend Platz, einer Toilette und einem Zeitenmonitor (welcher auch zum MotoGP schauen verwendet werden kann).

Die Grenzsituation bzgl. Covid-19, Ausreise:

Da Italien entgegen den Erwartungen die Grenzen für den Tourismus öffnete, die Schweiz jedoch nicht, standen wir mit einem etwas mulmigen Gefühl an der Grenze. Der Schweizer Bundesrat kündigte an, ggf. grenzsanitarische Massnahmen für Rückreisende aus Italien einzuführen, wie diese effektiv ausfallen werden, war niemanden genau bekannt.

Bei der Einreise nach Italien wurden wir von den italienischen Zöllnern quasi ignoriert und konnten ohne Weiteres die Grenze passieren. Auch unsere Jungs mit nicht immatrikulierten Bikes, konnten ihr Carnet mühelos eröffnen und die Einfuhr abstempeln.

Am Freitag angekommen, konnte man beobachten, dass die Italiener, insbesondere die Lombardei, von der Virus-Plage stark betroffen waren und auch noch relativ verängstigt sind. Wir wurden als Touristen aber herzlich empfangen und gerne bedient. An einigen Orten herrscht nicht nur Maskenpflicht. So mussten wir beim Einkaufen, wenn auch nur auf einem Tankstellenshop Plastikhandschuhe tragen.

An der Rennstrecke angekommen, wurden erstmal alle Freunde und Bekannten begrüsst. Die Covid-Schutzmassnahmen galten auch auf der Rennstrecke. Es musste in der Boxengasse und auf der Aussichtsterrasse eine Maske getragen werden, wie auch der Abstand zueinander eingehalten werden. Pro Box durften sich nicht mehr als 6 Personen aufhalten. Da wir mit einem Schweizer Veranstalter mit Schweizer Teilnehmern am Event waren, waren auch unsere Ansteckungssorgen nach Schweizer-Norm, also so gut wie verflogen.

Die mega grosse Motivation und das bekannte und lang
vermisste Feeling war wieder da, so wurde alles blitzschnell aufgestellt und
die Boxen waren eingerichtet, der Grill war bereits an und das eine oder andere
Bier wurde gekippt (oder auch mehrere…weiss es nicht mehr…). Unsere #911 hat
die Abendsonne gleich mal genutzt und es entstanden verdammt schöne Bilder. 

Nach einer kurzen Nacht, ausgiebigen Morgenessen, ging es dann auch gleich um 08.30 Uhr mit dem Briefing los.

Unsere Jungs und Mädels konnten um 09.00 Uhr eine allererste Erkundungsfahrt machen und schauen wo lang es geht. Gleich im nächsten Turn gab es eine Instruktorenfahrt, wobei es um die Ideallinie ging und der eine oder andere persönliche Tipp gerne entgegengenommen wurde. Bereits gegen Mittag hatten wir über 25°C…schönes Schwitzen.

Crash #36! Crash #4!!

Ich weiss nicht ob es an der Wärme lag oder daran, dass unsere Startnummer 36 diese Saison von einer R6 auf eine S1000RR umgestiegen ist, jedoch musste die schöne Dame kurzzeitig im Kiesbett der Kurve 9 geparkt werden. Beinahe zeitgleich, hat sich auch unsere Startnummer 4 mit der 600er CBR in das Kiesbett der Kurve 6 gelegt.

Die #36 hatte wohl einen etwas zu späten Bremspunkt gewählt, bekanntlich wechselt dann der Belag sehr schnell von schwarz auf grün, in diesem Falle auf beige. Aber nachdem der Schandwagen die Dame zurückbrachte und das Kleidchen ausgezogen wurde, wurde alles durchgecheckt und da ausser ein paar Kratzer nichts zu finden war, konnte es im nächsten Turn gleich weitergehen. Das wichtigste #RiderOK!

Die #4 hatte in der Kurve 6 etwas viel Schräglage. Um genau zu sein, zu viel Schräglage. Gleich nach dem Gasanlegen, hat die Fussraste kurz gefunkt und das Hinterrad hochgehebelt. Aber auch da, nach ein paar wenigen Handgriffen und Einsatz eines Putzlappens, konnte es im nächsten Turn gleich weiter gehen. #RiderOK

 

Der weitere Tagesverlauf war 1. Sahne! Unser Honda-Lover #132 konnte sich mit seiner CBR anfreunden und ging bereits am Nachmittag mit frischen Slicks auf Zeitenjagd. Auch die #97 konnte nach ein paar wenigen Turns auf der Zeitenliste nach oben wandern.

Die #911 musste sich auch an seine Black Pearl ankuscheln und Gutes zuflüstern, was sich auch positiv auf die Körperhaltung und die Rundenzeiten ausgewirkt hat.

Der Poser mit der #83 hat wie immer gepost, was offensichtlich auch gelungen ist.

Am Abend nach den Turns konnte wurde natürlich bei angenehmen 30°C wieder grilliert und wir konnten uns kräftig darüber austauschen, welche Erfahrungen wer gemacht hat und wo es was zu verbessern gab, wo was unbedingt anders gemacht werden muss, Tipps und Tricks zu Bremspunkten, Linienwahl, Gangwahl, usw. Eben genau das was wir lieben, unser Hobby, das Beisammensein unter Freaks, das Fachsimpeln und vor allem, einfach nur Spass haben.

Der Sonntag war auch herrlich. Herrlich angenehm vom Wetter her. Es waren gerade mal 18°C am Morgen. Dies war den ganzen Tag über so. Bis zum Mittag und auch während des Regens….. (ich glaube unsere #83, der alte Sack, war schon müde und froh darüber, dass es zu regnen begann! ….aber pssssst!!) 

Immerhin konnten wir noch den ganzen Morgen fahren und doch noch die eine oder andere Sekunde herausholen! Nach dem anhaltenden Regen wurde dann aber auch langsam zusammengepackt und die Heimroute angepeilt.

Einfach ein geiles Event! Endlich wieder! Nach 9 Monaten
Entzugserscheinungen und sogar kalten Entzug! Das tat gut…

 

Wir waren mit Paddy-Races-Days vor Ort. Paddy und seinem
Team, welches für die lockere und familiäre Atmosphäre in unseren Kreisen
bekannt ist, muss wieder die Bestnote gegeben werden. Nie überbucht, immer Zeit
für einen Schwatz, für Spässchen und die Geselligkeit, aber auch für die eine
oder andere Begegnung auf der Strecke. Rennsport wie wir ihn lieben. Danke!

Die Grenzsituation bzgl. Covid-19, Wiedereinreise:

Auch die Wiedereinreise in die Schweiz gestaltete sich sehr problemlos. Der Zöllner wollte lediglich wissen, ob wir Einkaufen waren und ob die Bikes aus der Schweiz stammen. Keine Frage zum Aufenthaltsort in Italien, keine Personalienerfassung, kein Fiebermessen, gar nichts. Lediglich ein „Buona serata“!

Was soll man noch sagen… Keep racing…
Nächstes Event; Anneau du Rhin, 24.06.2020 mit Speer Racing.

Sportliche Grüsse,
Jarvis

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